Jens Strohschein: Einer von hier – einer für euch | Nordwestmecklenburg II

10 Schwerpunkte · Grund 1

Einer von hier – einer für euch

Regionale Verwurzelung, kommunale Erfahrung und der Anspruch auf Bürgernähe prägen die öffentliche Darstellung des SPD-Landtagskandidaten Jens Strohschein im Wahlkreis 28 Nordwestmecklenburg II.

Was hinter dem Satz „Einer von hier – einer für euch“ steht

Der Satz „Einer von hier – einer für euch“ gehört zu den zentralen Botschaften, mit denen Jens Strohschein seine Kandidatur für den Landtag Mecklenburg-Vorpommern 2026 beschreibt. Inhaltlich verweist er damit vor allem auf seine lange persönliche Verbindung zu Nordwestmecklenburg. Strohschein wurde 1965 in Wismar geboren und wuchs auf der Insel Poel auf. Heute lebt er in Schlagsdorf. Seine Biografie ist damit eng mit mehreren Teilen des heutigen Wahlkreises 28 verbunden.

Regionale Herkunft allein ist noch kein politisches Programm. Sie kann aber eine Rolle dabei spielen, wie ein Kandidat die Struktur eines Wahlkreises wahrnimmt. Nordwestmecklenburg II ist nicht einheitlich: Küstenregionen, Dörfer, kleinere Städte, landwirtschaftlich geprägte Gebiete und Gemeinden mit unterschiedlichen infrastrukturellen Voraussetzungen gehören zusammen. Wer dort Politik betreibt, begegnet Fragen, die von freiwilliger Feuerwehr und Jugendarbeit über Landwirtschaft und öffentliche Dienstleistungen bis zu erneuerbaren Energien reichen.

Wahlkreis 28: Zur Region Nordwestmecklenburg II gehören die Insel Poel sowie die Ämter Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, Gadebusch, Lützow-Lübstorf, Neuburg und Neukloster-Warin.

Kommunalpolitik als unmittelbarer Kontakt zur Region

Strohscheins Bezug zur Region besteht nicht nur aus seiner Herkunft. Nach seiner veröffentlichten Biografie ist er seit 1999 Gemeindevertreter in Schlagsdorf. Er ist außerdem zweiter stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses. Seit 2014 gehört er mit einer kurzen Unterbrechung dem Kreistag Nordwestmecklenburg an. Diese Aufgaben bedeuten regelmäßige Beschäftigung mit konkreten kommunalen Fragen, öffentlichen Entscheidungen und den unterschiedlichen Interessen innerhalb einer Gemeinde beziehungsweise eines Landkreises.

Kommunalpolitiker erleben besonders unmittelbar, wie politische Entscheidungen umgesetzt werden. Während in Bundes- und Landesgesetzen häufig allgemeine Rahmenbedingungen festgelegt werden, zeigt sich auf kommunaler Ebene, ob ein Verfahren praktikabel ist, ob eine Förderung tatsächlich bei einem Verein ankommt oder welche Folgen bestimmte Vorgaben für eine kleine Gemeinde haben. Strohschein stellt diese praktische Ebene als einen Teil seiner politischen Erfahrung heraus.

Gleichzeitig ist bei einer Landtagswahl eine breitere Bewertung sinnvoll. Der Landtag entscheidet über zahlreiche Fragen, die über kommunale Zuständigkeiten hinausgehen. Deshalb können Wählerinnen und Wähler neben lokaler Erfahrung auch betrachten, welche konkreten Positionen Kandidierende zu Landesfinanzen, Bildung, innerer Sicherheit, Infrastruktur, Wirtschaft, Sozialpolitik oder Umweltschutz vertreten.

Vom Wahlkreisbüro zur eigenen Kandidatur

Seit April 2015 arbeitet Jens Strohschein nach eigenen Angaben als Wahlkreisbüroleiter einer Landtagsabgeordneten. In dieser Funktion gehört der Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Kommunalpolitik und regionalen Einrichtungen zu seinem beruflichen Alltag. Auf seiner Website beschreibt er diesen Teil seiner Arbeit mit den Begriffen Zuhören, Helfen, Dranbleiben und gemeinsames Entwickeln von Lösungen.

Für seine eigene Kandidatur leitet Strohschein daraus den Anspruch ab, Anliegen aus dem Wahlkreis in den Landtag zu tragen. Dabei ist zu unterscheiden zwischen der Aufnahme eines Problems und der tatsächlichen politischen Zuständigkeit. Nicht jedes Anliegen kann durch das Land gelöst werden. Manche Fragen liegen bei Gemeinden oder Landkreisen, andere beim Bund oder der Europäischen Union. Bürgernahe Politik bedeutet deshalb auch, Zuständigkeiten verständlich zu erklären und realistische Möglichkeiten von politischen Versprechen zu unterscheiden.

Warum die Vielfalt Nordwestmecklenburgs wichtig ist

Der Wahlkreis 28 besitzt eine besondere räumliche Struktur. Die Insel Poel ist stark von Küstenlage, Tourismus und Landwirtschaft geprägt. Gadebusch, Neukloster oder Warin erfüllen andere Funktionen für ihre Umgebung als kleinere Dörfer. Lützow-Lübstorf und Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen wiederum liegen in einem Umfeld, das durch Nähe zu größeren Zentren, Pendelbewegungen und ländliche Räume zugleich gekennzeichnet ist.

Eine Kandidatur unter dem Leitgedanken „Einer von hier“ muss sich deshalb an mehr messen lassen als an räumlicher Herkunft. Entscheidend ist, ob unterschiedliche Orte tatsächlich berücksichtigt werden und ob auch Menschen erreicht werden, die andere politische Auffassungen vertreten. Strohschein formuliert auf seiner Website den Anspruch, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und einen respektvollen Umgang zu pflegen. Für eine demokratische Vertretung des gesamten Wahlkreises ist genau diese Offenheit ein relevanter Maßstab.

Heimat als politischer Begriff

Der Begriff Heimat kann sehr unterschiedliche Bedeutungen haben. Für manche Menschen steht er für Herkunft und Familie, für andere für Landschaft, Kultur, Nachbarschaft oder persönliche Beziehungen. In der politischen Kommunikation wird der Begriff häufig verwendet, um regionale Verbundenheit auszudrücken. Bei Strohschein verbindet er sich vor allem mit Nordwestmecklenburg, den ländlichen Räumen und seinem eigenen langjährigen Engagement in Schlagsdorf und im Landkreis.

Eine sachliche Betrachtung von Heimatpolitik umfasst jedoch auch Zukunftsfragen. Regionen bleiben nicht allein durch Tradition attraktiv. Sie benötigen funktionierende Infrastruktur, Möglichkeiten für junge Menschen, wirtschaftliche Perspektiven, erreichbare Gesundheits- und Sozialangebote, lebendige Vereine und eine Verwaltung, die öffentliche Leistungen gewährleisten kann. Gerade deshalb überschneiden sich regionale Identität und Landespolitik an vielen Stellen.

Ehrenamt und persönliche Präsenz

Ein weiterer Bestandteil seiner regionalen Verwurzelung ist das Ehrenamt. Strohschein nennt unter anderem den Vorsitz im Förderverein der Feuerwehr Schlagsdorf, seine Tätigkeit als Zeitzeuge im Grenzhus Schlagsdorf sowie sein Engagement beim WEISSEN RING in Nordwestmecklenburg. Hinzu kommen kommunalpolitische Aufgaben und frühere beziehungsweise aktuelle Tätigkeiten im Bereich Jugendhilfe und Sportförderung.

Diese Stationen erklären, warum in seiner Kandidatur Themen wie freiwillige Feuerwehren, Vereine, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Jugendarbeit regelmäßig auftauchen. Sie zeigen jedoch zugleich, dass persönliche Erfahrung immer nur einen Ausschnitt politischer Wirklichkeit abbildet. Eine Landtagsvertretung muss Interessen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen aufnehmen und auch Themen bearbeiten, zu denen keine persönliche berufliche oder ehrenamtliche Erfahrung vorhanden ist.

FAQ zu Jens Strohschein und seiner regionalen Verwurzelung

Woher kommt Jens Strohschein?

Jens Strohschein wurde 1965 in Wismar geboren und ist auf der Insel Poel aufgewachsen. Heute lebt er in Schlagsdorf im Landkreis Nordwestmecklenburg. Diese biografischen Stationen bilden die Grundlage seiner Kampagnenaussage „Einer von hier – einer für euch“.

Seit wann ist Jens Strohschein kommunalpolitisch aktiv?

Nach seiner offiziellen Biografie ist er seit 1999 Gemeindevertreter in Schlagsdorf. Seit 2014 ist er mit einer kurzen Unterbrechung zudem Mitglied des Kreistages Nordwestmecklenburg. Dort arbeitet er unter anderem im Bereich Jugendhilfe.

Was bedeutet Bürgernähe in diesem Zusammenhang?

Bürgernähe beschreibt den Anspruch, mit Einwohnerinnen und Einwohnern im direkten Austausch zu stehen, lokale Probleme aufzunehmen und politische Entscheidungen verständlich zu erläutern. Ob dieser Anspruch erfüllt wird, lässt sich unter anderem an Erreichbarkeit, Dialog, Transparenz und konkreter politischer Arbeit beurteilen.

Welche Gemeinden gehören zu seinem Wahlkreis?

Wahlkreis 28 umfasst die Gemeinde Insel Poel sowie die Ämter Dorf Mecklenburg-Bad Kleinen, Gadebusch, Lützow-Lübstorf, Neuburg und Neukloster-Warin. Die verbindliche Einteilung wird von der Landeswahlleitung veröffentlicht.

Wann wird über die Besetzung des Landtages entschieden?

Die Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern findet am 20. September 2026 statt. Amtliche Informationen zu Wahlberechtigung, Wahlräumen, Stimmzetteln und Ergebnissen stellt die Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern bereit.

Die politischen Aussagen werden als öffentlich dokumentierte Positionen und Selbstdarstellungen des Kandidaten wiedergegeben. Amtliche Wahlinformationen stammen von der Landeswahlleitung Mecklenburg-Vorpommern.

Kommentare